Die faszinierende Geschichte Senegals
Die Geschichte Senegals reicht schon bis in die urgeschichtliche Zeit zurück. Ausgrabungen belegen, dass hier schon Menschen gelebt haben müssen, als Europa noch vollständig den Tieren gehörte.
Eine uralte Geschichte
Schon um 900 nach Christus gab es hier eine richtige Stammesgemeinschaft. Das Reich Gana lag auf dem Gebiet des heutigen Senegal. Damals, bis weit in das Mittelalter hinein lebten, hier verschiedene Völker mehr oder weniger friedlich zusammen. Diese Völker waren in der Hauptsache die Wolof, die Serer und die Tukolor. Im Mittelalter bildeten sich mit Dyagogo, Tekrour, Wolof und Mama so allmählich die ersten Staaten heraus.
Die Europäer kommen
Im Jahre 1445 landeten die ersten Europäer an den Küsten von Senegal. Die Portugiesen waren schon damals eine Seemacht, die weite Reisen auf dem Wasser unternommen hat und überall Handelsniederlassungen gründeten. Im 16. Jahrhundert mussten die Portugiesen ihre Handelsniederlassungen an die Niederländer, die Franzosen und die Briten abgeben. Das geschah natürlich nicht freiwillig, sondern erst nach harten Kämpfen, an denen auch die Ureinwohner teilnehmen. Zum Dank dafür wurden die rechtmäßigen Einwohner von Frankreich unterworfen. Im 19. Jahrhundert wurde Senegal eine französische Kolonie. Für die Bewohner von Senegal bedeutete das, dass alle Einwohner 1883 die französischen Bürgerrechte bekamen. Schon wenige Jahre später, genauer 1995, wurde Senegal als ein Teil von Französisch-Westafrika endgültig eingegliedert.
Politische Umwälzungen
Die nächsten Jahre brachten für Senegal viele Änderungen mit sich. Als Erstes wurde 1902 die bisherige Hauptstadt Saint Louis durch die neue Hauptstadt Dakar ersetzt. Schon zwei Jahre später nahm eine neue Verwaltung ihre Arbeit in Dakar auf. Bis Senegal eine autonome Republik wurde, sollte es aber noch ein paar Jahre dauern. Ab 1958 konnte Senegal, dass inzwischen als französisches Überseeterritorium galt, innerhalb der französischen Gemeinschaft eine autonome Republik bilden. Für kurze Zeit ging Senegal mit der heutigen Republik Mali eine Föderation ein. 1960 erhielt Senegal wie viele andere Länder Afrikas die Unabhängigkeit. Der erste Präsident des neuen, unabhängigen Senegal war Léopold Sédar Senghor. Unter seiner Führung entstand in den nächsten Jahren auf der Basis der Union Progressiste Sénégalaise ein Einparteienstaat. Erst auf Druck der allgemeinen Öffentlichkeit kam es in den 70er Jahren zu einer allmählichen Demokratisierung. 1976 wurden in dem Land erstmals nach der Unabhängigkeit von Frankreich auch andere Parteien zugelassen.
Der Weg in die moderne Zeit
1980 ist Léopold Sédar Senghor freiwillig zurückgetreten. Danach hat Abdou Diouf die Macht im Land übernommen. Mit dieser Übernahme hat sich für die Senegalesen einiges in ihrem Land geändert. Das Wichtigste war ganz sicher die Einführung eines unbegrenzten Mehrparteiensystems. Aber auch die Konföderation mit Gambia war ein großer Meilenstein in der Geschichte Senegals. Allerdings hielt diese Konföderation nur bis zum Jahre 1989. Wenige Jahre später kam es in Senegal zu einer schweren politischen Krise. Ein Konflikt mit Mauretanien und die Ermordung des stellvertretenden Präsidenten des Verfassungsgerichtes waren die Ursache dafür. Das Ergebnis war 1994 eine starke Währungsabwertung, Ausschreitungen in der Bevölkerung und Massenverhaftungen. Konflikte um Casamance führten in dem Land zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Erst 1999 konnten die Konflikte durch Vermittlung des Nachbars Gambia allmählich durch ausführliche Verhandlungen bereinigt werden. Mit der Wahl 2000 ging in Senegal eine 40jährige sozialistische Herrschaft zu Ende. Seitdem gibt es eine neue Verfassung und ein Referendum zur Einhaltung der Menschenrechte.
image: faberfoto – Fotolia
MehrUrlaub in Senegal: das Land mit dem großen Potenzial
In den letzten Jahren haben die Europäer scheinbar ein neues Reiseland für sich entdeckt. Senegal liegt im südlichen Afrika direkt an der Atlantikküste. Dank der sechs unterschiedlichen Nationalparks in Senegal ist hier die Natur- und Tierwelt noch weitestgehend in Ordnung.
Tourismus gegen Armut
So ist es auch kein Wunder, dass immer mehr Afrikatouristen sich dieses kleine Land, das gerade mal halb so groß ist wie Deutschland, für ihren Urlaub aussuchen. Der Tourismus in Senegal ist für das Land ein guter Weg aus der allgegenwärtigen Armut. Nicht nur die Touristen bringen Geld in das arme Land, sondern auch immer mehr Investoren der Tourismusbranche sehen hier ein großes Potential.
Dakar – die Hauptstadt von Senegal
Eine der ersten Anlaufstellen für Touristen ist natürlich die Hauptstadt Dakar. In Dakar gibt es gibt es schon jetzt eine gut strukturierte Urlauberlandschaft, die dem Tourismus in Senegal förderlich ist. So befindet sich zum Beispiel der internationale Flughafen Leopold Senghor ziemlich zentral in der Hauptstadt. Für die Übernachtung bietet sich eines der 10 guten Hotels in Dakar an. Bei diesen Touristenhotels handelt es sich um gut eingerichtete Hotels in der gehobenen Mittelklasse. In mehreren Hotels gibt es große Räume, die speziell für Tagungen oder Kongresse geeignet sind. Als Hauptstadt des Landes hat Dakar natürlich auch eine reichhaltige und abwechslungsreiche Kulturlandschaft zu bieten. Theater, Museen und Kunstausstellungen haben das ganze Jahr über geöffnet. Eines der bedeutendsten Museen für afrikanische Kunst, das IFAN Museum, befindet sich ebenfalls in der Hauptstadt des Landes. Interessant dürfte für Touristen auch die kulinarische Landschaft sein. Es gibt in Dakar, sehr viele hervorragende Restaurants, in denen einheimische und internationale Küche angeboten wird. In Dakar haben sich verschiedene koloniale Mächte aufgehalten und jeder hat der Stadt einen Stempel aufgedrückt. Ganz besonders gut zu sehen ist das auf der Insel Gorée. Dort gibt es ein koloniales Viertel und ein gut erhaltenes Fort aus der Kolonialzeit zu besichtigen. Gorée ist eine Insel, die der Hauptstadt Dakar vorgelagert ist. Für Wasserfreunde dürfte Dakar schon lange kein Geheimtipp mehr sein. Dakar gilt als international renommiertes Zentrum für Sport- und Hochseefischerei. Interessant ist die Lage am Atlantik auch für Surfer, Segler und andere Wassersportler. Aber auch wer lieber auf dem Land bleibt, hat viele Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Reitställe, Golf- und Tennisplätze sind nur ein paar Beispiele dafür.
Tourismus in Senegal hat für jeden etwas zu bieten
Verpassen sollte man auf keinen Fall einen Besuch auf einem der vielen Märkte der Stadt. Hier werden in der Hauptsache einheimische Produkte angeboten. Tourismus in Senegal bedeutet für die Senegalesen auch, an ihren Traditionen festzuhalten.
Sehenswürdigkeiten in Senegal
Tourismus in Senegal bedeutet Vielfalt an Kultur und Natur. Eine der beliebtesten Regionen in Senegal ist la petite côte, die so genannte „Kleine Küste“. Von Dakar aus erstreckt sie sich über 80 Kilometer am Atlantik in Richtung Süden. Hotels in der gehobenen Kategorie, eine üppige tropische Vegetation und Sandstrände, soweit man sehen kann, sind das Besondere an der Region Casamance im äußersten Süden von Senegal. Saint Louis ist die ehemalige französische Hauptstadt von Senegal. Auch diese Stadt kann über einen Flughafen, der erst 1995 eröffnet wurde, erreicht werden. Bekannt geworden ist Saint Louis unter anderem für sein jährlich stattfindendes Jazz Festival, zu dem sich auch immer wieder die ganz Großen aus diesem Metier einfinden. Der Tourismus in Senegal ist so vielseitig, dass zwei Wochen Urlaub bestimmt zu wenig sind, um Land und Leute kennenzulernen.
Bild: Pierre Borghi – Fotolia
MehrSenegal: „Ein Volk, ein Ziel, ein Glaube“
Der kraftvolle Wahlspruch des afrikanischen Landes Senegal sagt viel über den Stolz der Menschen dort aus. „Ein Volk, ein Ziel, ein Glaube“. Und genau das kommt einem auch überall entgegen, wenn man in Senegal unterwegs ist. Trotzdem kann man nicht darüber hinwegsehen, dass Senegal mit sehr vielen Problemen zu kämpfen hat.
Die Probleme Senegals
Neben der hohen HIV-Rate wird auch die nicht vorhandene Bildung der meisten Einwohner inzwischen zu einem echten Problem. Rund 65 Prozent der Menschen können nicht lesen und schreiben. Und sehr wahrscheinlich wird sich daran in den nächsten Jahren auch nicht wirklich viel ändern. Das liegt unter anderem auch daran, dass sehr viele Kinder gar nicht die Chance haben, eine Schule zu besuchen. Eine Verbesserung dieser Situation sollte eine Schulreform aus dem Jahre 2003 bringen. Aber wie alle Reformen braucht auch die Schulreform Zeit um sich überhaupt erst einmal durchzusetzen. Erst dann kann sich die Situation in Senegal auch für die Kinder verändern. In Senegal gibt es einen deutschen Verein, der versucht, die größte Not der Kinder zu lindern. Die Kinderhilfe Senegal e. V. ist vor Ort seit vielen Jahren sehr aktiv.
Die Bevölkerung von Senegal
In Senegal leben rund 12 Millionen Menschen. Allein 2,5 Millionen Menschen haben sich um den Großraum um Dakar angesiedelt. Das Problem dabei ist, dass sich die Bevölkerung aus zwanzig verschiedenen ethnischen Volksgruppen zusammensetzt. Die größten der dort vertretenen Volksgruppen sind zum Teil schon seit mehreren tausend Jahren sesshaft. Dazu gehören zum Beispiel die Wolof und die Serer. Zu den größeren Volksgruppen gehören außerdem noch die Peul, die Mandingue und die Soninké. Senegal war einmal eine französische Kolonie. Darauf ist es auch zurückzuführen, dass in Senegal auch heute noch Französisch als Amtssprache gilt. Zwanzig verschiedene ethnische Volksgruppen sprechen natürlich auch viele verschiedene Dialekte und Sprachen. In Senegal haben sich viele Traditionen bis heute bewahrt. Die meisten Einwohner in Senegal gehören der islamischen Religion an.
Die geografische Lage
Senegal ist ein Küstenstaat am Atlantischen Ozean. Es ist das Land, das am weitesten westlich des afrikanischen Kontinents liegt. Im Norden von Senegal grenzt der gleichnamige Fluss Schwarzafrika von den so genannten weißen Ländern des afrikanischen Kontinentes ab. Der Fluss Senegal bildet aber auch gleichzeitig die Grenze zum Nachbarn Mauretanien. Im Osten ist es Mali und im Süden grenzen Guinea und Guinea-Bissau an Senegal. Die Grenze im Westen bildet der Atlantische Ozean. Ebenfalls im Westen bildet das kleine afrikanische Land Gambia fast so etwas wie eine kleine Insel. Gambia ist, bis auf einen kleinen Küstenabschnitt, fast vollständig von Senegal eingeschlossen.
Die Wirtschaft in Senegal
Die meisten Senegalesen verdienen ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft. Von einer wirklichen Industrie kann in Senegal bis auf wenige Ausnahmen eigentlich noch keine Rede sein. Das liegt vor allem daran, dass es in Senegal keine ausreichende Versorgung mit der notwendigen Energie in ausreichendem Maße gibt. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum neben der Landwirtschaft der Tourismus in Senegal eine der Haupteinnahmequellen des Landes ist. In diesem Bereich hat Senegal sehr viel zu bieten. Sechs vollkommen unterschiedliche Nationalparks und viele Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit laden den Besucher förmlich zu einem ausgiebigen Urlaub nach Senegal ein.
image by: adamgolabek – Fotolia
Mehr