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Die faszinierende Geschichte Senegals

Gepostet von am Jul 8, 2011 in Geschichte / Kultur | Keine Kommentare

Die Geschichte Senegals ist uralt und sehr ereignisreichDie Geschichte Senegals reicht schon bis in die urgeschichtliche Zeit zurück. Ausgrabungen belegen, dass hier schon Menschen gelebt haben müssen, als Europa noch vollständig den Tieren gehörte.

Eine uralte Geschichte

Schon um 900 nach Christus gab es hier eine richtige Stammesgemeinschaft. Das Reich Gana lag auf dem Gebiet des heutigen Senegal. Damals, bis weit in das Mittelalter hinein lebten, hier verschiedene Völker mehr oder weniger friedlich zusammen. Diese Völker waren in der Hauptsache die Wolof, die Serer und die Tukolor. Im Mittelalter bildeten sich mit Dyagogo, Tekrour, Wolof und Mama so allmählich die ersten Staaten heraus.

Die Europäer kommen

Im Jahre 1445 landeten die ersten Europäer an den Küsten von Senegal. Die Portugiesen waren schon damals eine Seemacht, die weite Reisen auf dem Wasser unternommen hat und überall Handelsniederlassungen gründeten. Im 16. Jahrhundert mussten die Portugiesen ihre Handelsniederlassungen an die Niederländer, die Franzosen und die Briten abgeben. Das geschah natürlich nicht freiwillig, sondern erst nach harten Kämpfen, an denen auch die Ureinwohner teilnehmen. Zum Dank dafür wurden die rechtmäßigen Einwohner von Frankreich unterworfen. Im 19. Jahrhundert wurde Senegal eine französische Kolonie. Für die Bewohner von Senegal bedeutete das, dass alle Einwohner 1883 die französischen Bürgerrechte bekamen. Schon wenige Jahre später, genauer 1995, wurde Senegal als ein Teil von Französisch-Westafrika endgültig eingegliedert.

Politische Umwälzungen

Die nächsten Jahre brachten für Senegal viele Änderungen mit sich. Als Erstes wurde 1902 die bisherige Hauptstadt Saint Louis durch die neue Hauptstadt Dakar ersetzt. Schon zwei Jahre später nahm eine neue Verwaltung ihre Arbeit in Dakar auf. Bis Senegal eine autonome Republik wurde, sollte es aber noch ein paar Jahre dauern. Ab 1958 konnte Senegal, dass inzwischen als französisches Überseeterritorium galt, innerhalb der französischen Gemeinschaft eine autonome Republik bilden. Für kurze Zeit ging Senegal mit der heutigen Republik Mali eine Föderation ein. 1960 erhielt Senegal wie viele andere Länder Afrikas die Unabhängigkeit. Der erste Präsident des neuen, unabhängigen Senegal war Léopold Sédar Senghor. Unter seiner Führung entstand in den nächsten Jahren auf der Basis der Union Progressiste Sénégalaise ein Einparteienstaat. Erst auf Druck der allgemeinen Öffentlichkeit kam es in den 70er Jahren zu einer allmählichen Demokratisierung. 1976 wurden in dem Land erstmals nach der Unabhängigkeit von Frankreich auch andere Parteien zugelassen.

Der Weg in die moderne Zeit

1980 ist Léopold Sédar Senghor freiwillig zurückgetreten. Danach hat Abdou Diouf die Macht im Land übernommen. Mit dieser Übernahme hat sich für die Senegalesen einiges in ihrem Land geändert. Das Wichtigste war ganz sicher die Einführung eines unbegrenzten Mehrparteiensystems. Aber auch die Konföderation mit Gambia war ein großer Meilenstein in der Geschichte Senegals. Allerdings hielt diese Konföderation nur bis zum Jahre 1989. Wenige Jahre später kam es in Senegal zu einer schweren politischen Krise. Ein Konflikt mit Mauretanien und die Ermordung des stellvertretenden Präsidenten des Verfassungsgerichtes waren die Ursache dafür. Das Ergebnis war 1994 eine starke Währungsabwertung, Ausschreitungen in der Bevölkerung und Massenverhaftungen. Konflikte um Casamance führten in dem Land zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Erst 1999 konnten die Konflikte durch Vermittlung des Nachbars Gambia allmählich durch ausführliche Verhandlungen bereinigt werden. Mit der Wahl 2000 ging in Senegal eine 40jährige sozialistische Herrschaft zu Ende. Seitdem gibt es eine neue Verfassung und ein Referendum zur Einhaltung der Menschenrechte.

image: faberfoto – Fotolia

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